Herzlich willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Wüstenrot-Neulautern

Auf diesen Internetseiten finden Sie die wichtigsten Informationen über unsere Kirchengemeinde. Wir haben Ansprechpartner, Gottesdienstzeiten, Angebote und Veranstaltungen für Sie zusammengestellt. Wir freuen uns, wenn wir Sie in einem unserer Gottesdienste oder in unseren Gruppen und Kreisen persönlich begrüßen können.

Friede sei mit Euch - Jürgen Stauffert - Videobotschaft

Videobotschaft  Youtube

Lorenz Maierhofer, DER HERR HAT SEINEN ENGELN BEFOHLEN - Kammerchor SATB + SATB + Solo

 

Ein Link zu einem wunderschönen Lied zu Psalm 91, "Der Herr hat seinen Engeln befohlen" von Lorenz Mayrhofer, den der Kirchenchor schon einige Male bei Gottesdiensten aufgeführt hat. Er soll Sie daran erinnern, das Gott gerade in diesen Tagen der Unsicherheit und Angst bei uns ist.

www.youtube.com/watch

Ausnahmezustand

Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, werden nicht nur Schulen und Kindergärten geschlossen, auch in unseren Kirchengemeinden sind alle Veranstaltungen abgesagt: die Chorproben, die Kinderkirche, der Konfirmandenunterricht, Stufen des Lebens, die Treffen der Pfadfinder, usw.

Auch alle Gottesdienste werden bis auf Weiteres ausgesetzt. Am Sonntag werden aber zur üblichen Zeit die Glocken läuten und die Pfarrer werden in den Kirchen vor Ort sein als Gesprächspartner (mit dem nötigen Abstand).

Beerdigungen werden aber weiterhin stattfinden, allerdings im Freien.

Im Blick auf Gottesdienste verweisen wir Sie auf die Übertragungen im Fernsehen (um 9.30 Uhr im ZDF) und im Rundfunk (z.B. von 10.05 bis 11.00 Uhr im Deutschlandfunk an Sonn- und Feiertagen).

Die Kirchen in Neuhütten und Wüstenrot sind tagsüber für Besucher zur Andacht geöffnet, aber auch da gilt: Kontakte zu anderen Menschen sollten möglichst vermieden werden.

Auch die Geburtstags- und Krankenbesuche werden bis auf Weiteres nicht gemacht, da die Gefahr zu groß ist, Viren zu verbreiten.

Die Pfarrer sind nach wie vor im Dienst und sind sowohl über Telefon als auch über Mail erreichbar. In dringenden Fällen sind auch Besuche möglich.

Pfarrer Beck:                           Telefon: 07945-940040, E-Mail: Thomas.Beckdontospamme@gowaway.elkw.de
Pfarrerin Mayenknecht-Pohl:  Telefon: 07945-407, E-Mail: Inge.Mayenknecht-Pohldontospamme@gowaway.elkw.de
Pfarrer Martin Pohl:                 Telefon: 07945-407, E-Mail: Martin.Pohldontospamme@gowaway.elkw.de

Wie lange dieser Ausnahmezustand andauern wird, ist momentan nicht abzusehen.
Wir werden Sie im Mitteilungsblatt und auf den Internetseiten der Kirchengemeinden weiter informieren.

 

Jeder für sich und doch verbunden - singen Sie mit!

Seit Sonntag läuten jeden Abend um 19 Uhr die Kirchenglocken* der Evangelischen Kirchen für fünf Minuten.

Sie laden ein zum Innehalten, zum Singen und Beten.

Machen Sie mit! Gehen Sie auf Ihren Balkon oder machen Sie das Fenster auf und wenn die Glocken aufgehört haben, singen Sie alle sieben Strophen von „Der Mond ist aufgegangen“. Daran kann sich Luthers Abendsegen oder ein anderes Gebet anschließen.

Vielleicht hören Sie ja Ihre Nachbarn auch singen und so entsteht ein Chor im Dorf und das Bewusstsein: Wir sind nicht allein, wir sind verbunden durch den Glauben an unseren Gott.

*Ab dem 2. April passen wir uns der neuen Regelung der Landes-kirche an und läuten um 19.30 Uhr.

7 Wochen Ohne - Fastenmail: Woche 5 "Meine Zuversicht ist bei Gott!"

 

Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz, dass ich gewiss nicht wanken werde. Wie lange stellt ihr alle einem nach, wollt alle ihn morden, als wäre er eine hangende Wand und eine rissige Mauer? Sie denken nur, wie sie ihn von seiner Höhe stürzen, sie haben Gefallen am Lügen; mit dem Munde segnen sie, aber im Herzen fluchen sie. Sela. Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht wanken werde. Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist bei Gott. Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.
(Psalm 62,2–9)

Liebe Fastende,

ich möchte es einerseits nicht übertreiben und ständig schreiben, wie ungeheuer passend unser Fastenmotto in diesem Jahr ist, aber es drängt sich andererseits immer wieder auf. Auch in dieser Woche ist das so. Wir sind sämtlich zum Abstandhalten und Innehalten verpflichtet. Dabei sind wir innerlich unruhig und aufgewühlt. Draußen wird es Frühling, aber wir sind verpflichtet, drinnen zu bleiben wie Knospen, die nicht aufblühen dürfen. Die Krankheit hat uns im Griff, ob wir nun selbst erkrankt sind oder nicht.

„Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele!“, sagt der Beter oder die Beterin unseres heutigen Bibeltextes, und ich denke wieder: Wie erschreckend passend! Die „Seele“ im Alten Testament ist ein Organ, und es umfasst den Bereich vom Rachen bis ungefähr zum Magen. „Näfäsch“ heißt sie auf Hebräisch, und sie ist das Organ, durch das Atem und Nahrung in den Menschen gelangen. Darum will die Näfäsch ständig versorgt werden, denn der Mensch braucht ständig Atem und immer wieder Nahrung und frisches Wasser. Eine stille Seele, eine stille Näfäsch meint also einen Zustand von Zufriedenheit und Gelassenheit. Eine unruhige Näfäsch lässt den Menschen entsprechend besorgt sein, beunruhigt, im schlimmen Fall macht sie ihn panisch.

Das Coronavirus befällt die Näfäsch. Unsere Seelen sind ebenso infiziert, wie es die Lungen sind. Und wir wünschen uns Ruhe: einen ruhigen Atem, eine ruhige Seele. „Meine Näfäsch ist stille zu Gott, der mir hilft“, betet der Psalm, und durch das Gebet wird es bereits besser: „Ich werde gewiss nicht wanken.“ Ja, ich werde bedrängt, ja, ich bin in Gefahr, ja, man will mir sogar ans Leben, „aber sei nur stille zu Gott, meine Näfäsch!“ Du hast, was du brauchst. Du bekommst es bei Gott. „Bei Gott ist mein Heil.“

Wer so betet, dessen Seele kann sich tatsächlich beruhigen. Das haben in der vergangenen Woche auch viele Menschen erfahren, die sich bei www.coronagebet.de zu einer Gebetsgemeinschaft zusammengefunden haben. Dort beten rund um die Uhr Menschen für einen guten Ausgang der Krise. Sie spüren, dass sie nicht allein sind, auch wenn sie einander nicht sehen können. Manche beten still, manche schreiben ihre Gebete für die anderen auf. Das wirkt entzündungshemmend für die Seele.

Darum lautet meine Wochenaufgabe für Sie und Ihre Näfäsch: Beten Sie! Je mehr, desto besser. Sie haben jetzt mehr Zeit als jemals sonst. Beten Sie im Sitzen, im Stehen oder Liegen! Mit gefalteten Händen, ausgestreckten Armen oder hängenden Schultern. Mit geschlossenen Augen oder den Blick auf etwas gerichtet, das Ihnen gerade wichtig ist. Wenn Sie sich im Beten nicht geübt fühlen, machen Sie sich keine Sorgen. Sie brauchen keine Worte zu erfinden. Lesen Sie Gebete, die andere formuliert haben. Nutzen Sie die Seite coronagebet.de. Dort finden Sie immer wieder neue Gebete und vor allem Menschen, die ebenfalls gerade beten. Dort, wo sich Menschen im Namen Gottes treffen, und sei es in einem virtuellen Gebetsraum, da ist Gott selbst anwesend. Dort kann man Gott spüren, und die Näfäsch wird still und gesund. „Meine Zuversicht ist bei Gott!“

Nutzen Sie weiterhin in all Ihren Posts den Hashtag, den wir in diesen Wochen so gut gebrauchen können: #zuversicht! Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns demnächst träfen zum gemeinsamen Gebet auf coronagebet.de.

Ich wünsche Ihnen Kraft und Gottes Segen!

Ihr Frank Muchlinsky

Fastenmail: Woche 4 "Ich hoffe auf Licht, und es kam Finsternis"

Liebe Gemeinde,

es ist schlimmer geworden, als ich gehofft habe. Vor 14 Tagen konnte ich mir eine Karwoche ohne Abendmahl nicht vorstellen. Jetzt sind alle kirchliche Veranstaltungen abgesagt. 7 Wochen ohne Gottesdienst (mindestens)!
Wir fasten unfreiwillig Nähe.

Der Fastenbrief „7 Wochen ohne Pessimismus“ von Pastor. Frank Muchlinsky ist mir in dieser Situation eine große Hilfe. Deshalb möchte ich Ihnen den in Auszügen an dieser Stelle weitergeben:

Fastenmail: Woche 4 „Ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis“

„Und zu all den Hiobsbotschaften kommt heute auch noch ein Text aus dem Buch Hiob auf uns zu. Kann ausgerechnet Hiob dabei helfen, Zuversicht zu üben? Die Worte Hiobs klingen vielmehr nach enttäuschter Hoffnung:Aber wird man nicht die Hand ausstrecken unter Trümmern und nicht schreien in der Not? Weinte ich nicht über den, der eine schwere Zeit hat, grämte sich meine Seele nicht über den Armen? Ich wartete auf das Gute, und es kam das Böse; ich hoffte auf Licht, und es kam Finsternis. (Hiob 30,24–25)“

Man muss schon sehr genau hinschauen, um bei Hiob ein Zeichen der Zuversicht zu finden. Hiob ist zum Spielball eines Experiments zwischen Gott und dem Satan geworden. Die beiden wollen sehen, ob der als ausgesprochen fromm geltende Hiob wohl von Gott ablässt, wenn ihm ein Unglück geschieht. Also nehmen sie ihm nach und nach alles, was er hat und was im lieb ist. Nichts davon ändert etwas daran, dass Hiob sich zu Gott hält. Selbst als er schwer krank wird, sagt er noch: „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“ (Hiob 2,10) Doch es wird eben schlimmer. Drei Freunde kommen Hiob besuchen und zunächst tun sie das Richtige. Sie reden sieben Tage lang kein Wort, sondern sind einfach da bei ihm. Doch dann versuchen sie, Hiob sein Unglück zu erklären. Und immer läuft es darauf hinaus, dass Hiob Gott gegenüber etwas falsch gemacht haben muss, wenn ihm solches Unglück geschieht.

Hiob wehrt sich dagegen, und sein Ton wird immer heftiger. Er ist sich keiner Schuld bewusst und fordert Gott zu einem Rechtsstreit heraus. Für Hiob ist klar: Gott tut ihm unrecht. Gott dürfte ihm kein Leid zufügen. Kapitel um Kapitel streiten sich die Freunde und Hiob, bis schließlich Gott selbst zu Hiob spricht. Und was er zu sagen hat, lässt Hiob vor allem eines erkennen: Gott kann eben doch alles tun, was er will. Das ist der Unterschied zwischen Mensch und Gott. Doch dann geschieht noch etwas Interessantes: Ganz am Schluss des Buches bekommt Hiob das, was er verloren hat, zurück, und zwar doppelt: „Und der HERR wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde bat. Und der HERR gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte.“ (Hiob 42,10) Das kann einem als willkürliche Wiedergutmachung Gottes erscheinen, aber schon den Rabbinern ist aufgefallen, dass „das Doppelte“ genau das ist, was jemand zahlen muss, wenn er einen Diebstahl begangen hat (nach Exodus 22,3.8). Anscheinend kann Hiob einerseits nicht gegen Gott gewinnen, andererseits entschädigt ihn Gott mit einer Summe, die sagt: Ich habe dich bestohlen.

Ganz am Ende wird es also wieder besser bei Hiob. Aber bis es so weit kommt, bleibt Hiob hartnäckig. Beinahe verbissen hält er sich an Gott, fordert ihn auf, sich zu zeigen, streitet mit ihm, schimpft zu ihm. Darin steckt Hiobs Zuversicht, dass er beharrlich bleibt. Es ist dieselbe Haltung, die Paulus in seinem Brief an die verfolgte Gemeinde in Rom schreibt: „Bedrängnis schafft Ausdauer, Ausdauer aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung.“ (Röm 5,3f., Zürcher Bibel) Zuversicht bewährt sich nicht nur in Notzeiten, sie kann im Leid entstehen.

Der Hiob-Text für diese Woche gibt uns in Sachen Zuversicht zweierlei: Zum einen gibt er uns einen Auftrag: Bleibt beharrlich! Zum anderen gibt er uns eine Erlaubnis: Ihr müsst nicht befürchten, dass ihr Gott zu nahe tretet, wenn ihr ihm euer Leid klagt. Das könnt ihr wieder und wieder tun, so lange, bis es wieder besser wird.“

Darum lautet meine Wochenaufgabe diesmal so: Reden Sie sich die gegenwärtige Situation nicht schön! Wir alle sind herausgefordert und müssen uns auf die eine oder andere Weise bewähren. Erlauben Sie sich, traurig zu sein über all das, was Sie gerade verlieren. Erlauben Sie sich, Gott all das zu klagen! Und bleiben Sie geduldig dabei. So schwer es auch sein mag: Geduldig wie Hiob zu sein, ist gerade unser aller Aufgabe.

Zum Austausch in den Social Media nutzen Sie in dieser Woche unseren Hashtag #ohnestillhalten.

Gott behüte und segne Sie!

Ihr Frank Muchlinsky

Frank Muchlinsky ist Pastor der Nordkirche. Er hat viele Jahre in der Erwachsenenbildung und in der Diakonie gearbeitet. Sein Schwerpunkt liegt darauf, Glaube und Theologie erfahrbar und verständlich zu machen. Seit 2012 arbeitet er bei evangelisch.de

Herausgeber und Verlag
Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH
Emil-von-Behring-Str. 3
60439 Frankfurt am Main
(Amtsgericht Frankfurt HRB 49081)
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 114 235 916
Geschäftsführer: Direktor Jörg Bollmann
Geschäftsführer der Aktion: Arnd Brummer

 

 

 

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