Evangelische Kirchengemeinde Wüstenrot

Die Kirchengemeinde Wüstenrot gehört zum Kirchenbezirk Weinsberg und hat ca. 1800 Gemeindeglieder. Zur Kirchengemeinde gehören neben Stangenbach und weiteren 8 Weilern auch Altfürstenhütte (Teilort der Gemeinde Großerlach) und Vorderbüchelberg (Teilort der Gemeinde Spiegelberg).

Wüstenrot selbst ist ein Teilort der "Wohlfühlgemeinde" Wüstenrot (5 Teilorte, ca. 6.500 Einwohner und liegt im Schwäbischen Wald.

Bereits 1325 wird Wüstenrot erstmals erwähnt (Stangenbach aber schon 779!). Der Ort war Sitz eines Amtmannes, da die Waldwirtschaft und vor allem die hier angesiedelte Glasproduktion von großer Bedeutung für das Königreich Württemberg war. Deshalb weist unsere Kilianskirche einige besondere Schmuckstücke aus der Barockzeit auf (Taufstein, Kanzel, Orgel). Die Waldwirtschaft und der hohe Naherholungswert prägen zusammen mit dem Bausparwesen (Georg Kropp gründete hier die erste Bausparkasse) noch immer den Ort.

In Wüstenrot sind sowohl Grund- als auch eine Gesamtschule vorhanden. Zwei Kindergärten befinden sich im Ort.

Unsere Kirchengemeinde zeichnet sich durch vielfältige Aktivitäten aus. Mittelpunkt ist dabei die Kilianskirche, die auch das Ortsbild prägt. Wir planen ein Gemeindehaus, das in zentraler Lage auf dem Gelände der ehemaligen Schwäbischen Waldhalle entstehen soll.

Mit den anderen evangelischen Kirchengemeinden im Ort verbindet uns eine enge Zusammenarbeit im Distrikt "Wald" und der gemeinsame Gemeindebrief "die Glocke". Mit der katholischen Kirchengemeinde Affaltrach, den evangelischen Methodistischen Gemeinden Wüstenrot und Neuhütten und evangelischen Täufergemeinde Neuhütten haben wir eine örtliche ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) gegründet, um unserer ökumenischen Verbundenheit Ausdruck zu geben.

 

 

 

Kilianskirche Wüstenrot

Altar und Taufstein der Kilianskirche

Die Kilianskirche verdankt ihren Namen dem irischen Mönch Kilian, der im 7. Jahrhundert diese Region missioniert hat und um 689 in Würzburg den Märtyrertod fand. Das auf dem ehemaligen Friedhof gelegene Gotteshaus präsentiert sich äußerlich als ländlicher Barockbau.
Eine alte Kapelle gab es an dieser Stelle bereits im 11. Jahrhundert. Nach der Reformation in Württemberg (1534) ist Johannes Rempis, ein ehemaliger Augustinermönch, als erster evangelischer Pfarrer bezeugt.

Der große Umbau der Kilianskirche erfolgte in den Jahren 1732-34. Diese Bauphase gehören auch die Rundbogenfenster an, der achteckige Fachwerkturm mit welscher Haube, das Südportal und das Westportal mit seinem Schlussstein, auf dem das Lamm Gottes mit der Siegesfahne abgebildet ist (Symbol für Kreuz und Auferstehung).
Der neben dem Westportal eingemauerte Inschriftstein ist ein Grabstein aus dem 15. Jahrhundert. Die in die südliche Kirchenmauer eingelassene Steintafel enthielt ursprünglich eine Bauinschrift, die über die 1732-34 erfolgte Kirchenerweiterung berichtete.
Die Innenrenovierung der Kilianskirche erfolgte im Jahr 1966.