Herzlich willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Wüstenrot-Neulautern

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150 Jahre Martin-Luther-Kirche Neulautern

Bürgermeister Wolf und Karola Schierle eröffnen die Ausstellung

Am Freitag, 19. Mai 2017 feierte die Kirchengemeinde Neulautern ihr 150jähriges Bestehen der Martin-Luther-Kirche.

Um 19.00 Uhr begann eine Festandacht mit Pfr. Thomas Beck. Der Posaunenchor spielte am Anfang das Lied: "Tut mir auf die schöne Pforte". Danach trug der Kindergarten Sonnenschein einen Tanz vor und sang ein Maienlied. Dekan Georg Ottmar erinnerte an das Jahr 1867. In anderen Orten seien damals zum 350-Jahr-Reformationsjubiläum nur ein Luther-Denkmal oder eine Luther-Eiche gesetzt worden - hier aber eine Kirche nach ihm benannt worden. Dadurch hätte eine Gemeinde ganz im Sinne von Martin Luther aufgebaut werden können. Danach kam Pfarrer Martin Enz. Er stellt den Taufstein in den Mittelpunkt seines sehr persönlichen Grußworts, das sich um seine Zeit in Neulautern handelte. Marianne Hasenmayer erzählte unter dem Motto "Geschichten zur Geschichte" viel über die Glasindustrie im Lautertal. Die Glasmacher wären nicht immer gut gewesen, deshalb habe die Religion schon vor dem Bau der Martin-Luther-Kirche eine wichtige Aufgabe gehabt. Nach dem Gebet, von Pfr. Beck gesprochen, wurde die Ausstellung "150 Jahre Martin-Luther-Kirche" im Pfarrsaal durch Frau Karola Schierle eröffnet.

Frau Schierle hat die Ausstellung geleitet und aufgebaut. In insgesamt zehn alten Bananenkisten waren die ersten "Schätze" für die Ausstellung auf dem Dachboden des Pfarrhauses untergebracht. Dazu gehörten beispielsweise ein Pfarramtskalender aus dem Jahr 1880 und ein kirchliches Tagebuch aus den Jahren 1847-67. Interessant auch die Entdeckung, dass die Anweisungen aus dem zuständigen Weinsberger Dekanat alle handschriftlich vom Dekan an die einzelnen Pfarrer weitergegeben wurden. "Wenn ich in Ruhestand gehe, werde ich mich da einlesen", gestand Pfr. Beck, der dafür seine Kenntnisse der Sütterlinschrift noch verbessern will.

Für Hobbyhistorikerin Karola Schierle natürlich kein Problem. Sie freute sich über die Vielfalt der Fakten, die auf dem Dachboden geschlummert hatten. So konnte sie beispielsweise nachlesen, dass der Kirchenbau damals sehr umstritten war, insbesondere der Bürgermeister ihn sogar zu verhindern suchte. Unter der Überschrift "Kirche wider Willen" können die Ausstellungsbesucher ein Schreiben nachlesen, in dem sich im Jahr 1865 der Schultes empört: Es ist ein Posten in den Etat aufgenommen worden, der wie der Volks... sagt, so überflüssig wie ein Kropf ist - wir meinen den Posten von 30 000 f. (Anmerkung: Gulden) für den Bau einer evangelischen  Kirche in Neulautern...  Darüber hinaus schimpft der Bürgermeister über die laufenden Unterhaltungskosten. Kein Wunder also, dass die Kirche, die noch heute am Ortsrand liegt, damals außerhalb der Gemeinde auf Spiegelberger Gemarkung gebaut wurde. Auf alten Postkarten können Besucher diese Lage entdecken. Deutlich begeisterter zeigte sich die württembergische Herrschaft. Laut Dokumentation beteiligten sich bei der Spendensammlung für ein Kruzifix Königin Olga mit 30 Gulden und die Königinmutter mit 40 Gulden.

Ein Hingucker sind auch die alten Bauzeichnungen, die im Original erhalten sind, oder die Dokumentationen der Umbauarbeiten: Drei Mal (1929, 1951 une 1972) erhielt die Kirche ein anderes Gesicht.

Die Ausstellung ist bis zum 16.07.2017 an Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 17.00 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet.

Am Pfingstsonntag, 4. Juni 2017 - 10.00 Uhr feiern wir einen Festgottesdienst mit Prälat Stumpf und Pfr. Beck. Der Gottesdienst wird musikalisch vom Posaunenchor Neulautern-Willsbach mitgestaltet. Im Anschluss laden wir zum Gemeindefest im Pfarrgarten ein (bei Regen verlegen wir es in den Bürgersaal).

Sibylle Schuster

 

 

Meldungen aus der eigenen Kirchengemeinde

Ausstellung: 150 Jahre Martin-Luther-Kirche Neulautern

Die Ausstellung ist geöffnet an Sonn- und Feiertagen von 14.00 Uhr - 17.00 Uhr im Pfarrhaus Neulautern in der Zeit von 19. Mai bis 16. Juli 2017.

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